HSG Twistetal – HSG Großenlüder/Hainzell 31:32 (14:13)
Tabellendritter gegen Tabellensiebter – auf dem Papier war die Rollenverteilung klar, doch
die HSG Großenlüder/Hainzell kämpfte bei der HSG Twistetal mit schwierigen
Rahmenbedingungen. Die dreiwöchige Spielpause nach der Partie gegen FuWo hatte den
Rhythmus unterbrochen, und die lange Fahrt nach Mühlhausen steckte zusätzlich in den
Knochen. Entsprechend mühsam gestaltete sich der Versuch, um 19:15 Uhr sofort hellwach
in die Begegnung zu starten.
1. Halbzeit:
Von Beginn an gaben die Gastgeber den Ton an. Twistetal nutzte die Lücken in der
gegnerischen Abwehr konsequent: Im Innenblock fehlte die Abstimmung, das Herausrücken
erfolgte oft einen Schritt zu spät, und gegen die wurfgewaltigen Rückraumspieler fand der
Verbund kein Mittel. Zwar hielt die eigene Offensive die Gäste im Spiel, doch defensiv fehlte
über weite Strecken die nötige Stabilität. Der 14:13-Pausenstand täuschte dabei über den
tatsächlichen Verlauf hinweg, gefühlt rannte Großenlüder/Hainzell ständig einem
deutlicheren Rückstand hinterher.
2. Halbzeit:
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst unverändert: Twistetal behauptete
eine Zwei- bis Drei-Tore-Führung, während Großenlüder/Hainzell defensiv weiterhin der
Zugriff fehlte. Ballgewinne und einfache Tore aus der ersten oder zweiten Welle blieben
Mangelware; fast jeder Treffer musste im Positionsangriff mühsam erarbeitet werden. Die
Partie schien endgültig zugunsten der Gastgeber zu kippen.
Doch zehn Minuten vor dem Ende folgte die Wende. Plötzlich stand die Abwehr kompakt,
Zweikämpfe wurden gewonnen und Würfe entscheidend geblockt. Auch im Abschluss
agierte die Mannschaft nun deutlich konsequenter. Tor um Tor schmolz der Rückstand,
während die Nervosität die Seiten wechselte: Twistetal wirkte gehemmt, die Gäste tankten
mit jeder Aktion neues Selbstvertrauen.
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der beim Stand von 31:31
in der letzten Aktion gipfelte. Nach Ablauf der regulären Spielzeit blieb
Großenlüder/Hainzell nur noch ein direkter Freiwurf. Dominik Malolepszy übernahm die
Verantwortung und versenkte den Ball spektakulär an der Mauer vorbei im Netz. Mit der
Schlusssirene schlug der Ball zum 32:31-Sieg ein, ein Treffer, der das Spiel komplett auf den
Kopf stellte.
Ausblick:
Nach dem Krimi in Twistetal steht am kommenden Sonntag (01.03., 17:00 Uhr) das
nächste Topspiel in der Kreissporthalle Großenlüder an. Zu Gast ist der Tabellenvierte aus
Dittershausen, ein Gegner, gegen den im Hinspiel beim Unentschieden noch kein Sieger
ermittelt werden konnte.
Dieses Mal will die Mannschaft vor heimischer Kulisse den Sack zumachen. Mit einem Sieg
soll der direkte Verfolger endgültig auf Distanz gehalten und der Platz in der Spitzengruppe
gefestigt werden. Um die zwei Punkte in Großenlüder zu behalten, baut das Team erneut
auf die lautstarke Unterstützung der Fans. Gemeinsam soll die Halle zur Festung werden,
um den nächsten Heimsieg einzufahren.
Statistikblock:
Twistetal: Glenn (1), Krouhs (5), Köhne (5), Pohlmann (2), Stracke, Westmeier, Habermann
(1), Schmidt, Pohlmann, Nolte, Meier (8), Engelhard (20), Schmittat, Löbel (2), Pohlmann,
Gleumes (3)
HSG: Hendus, Herber – Sippel (1), Weinbörner (4), Bosold (1), Kirsch (6), Münker,
Malolepszy (6/1), L. Dimmerling (1), Blinzler (3), Deppe (1), H. Dimmerling (9)
Schiedsrichter: Brüßler/ Gala
Zuschauer: 80
Zwei-Minuten-Strafen: 3/0
Siebenmeter: 1/3
