In einem hochfrequenten Derby der Oberliga Nord empfing unsere HSG Großenlüder/Hainzell am Wochenende den Spitzenreiter TV Hersfeld. Vor einer stimmungsvollen Kulisse in der Lüdertalsporthalle entwickelte sich ein torreiches Spektakel, bei dem unsere Männer dem Favoriten lange Paroli boten, sich am Ende jedoch mit 37:43 (18:20) geschlagen geben mussten.
1. Halbzeit:
Die Vorzeichen waren klar: Als Tabellenvierter wollten wir dem Ligaprimus aus Hersfeld ein Bein stellen und das Aufstiegsrennen noch einmal spannend machen. Von Beginn an schenkten sich beide Teams nichts. Es entwickelte sich ein extrem schnelles Spiel, in dem die Abwehrreihen und Torhüter auf beiden Seiten zunächst nur wenig Zugriff fanden. Kein Team konnte sich absetzen, bis Paul Bosold in der 9. Minute mit einem Doppelschlag die erste Zwei-Tore-Führung für unsere Farben zum 6:4 markierte. Die Führung wechselte in der Folgezeit ständig hin und her. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs gelang es den Gästen durch Jannik Bachus, sich erstmals einen kleinen Vorteil zu verschaffen (13:15, 20.
Minute). Mit einem knappen 18:20 ging es in die Kabinen, alles war noch offen.
2. Halbzeit:
Wie so oft in dieser Spielzeit verpassten wir leider den Start in die zweite Halbzeit. Mangelnde Konzentration und eine Häufung technischer Fehler im Angriffsspiel spielten dem TV Hersfeld direkt in die Karten. Die Gäste bestraften unsere Ballverluste gnadenlos über die erste und zweite Welle. Bereits in der 34. Minute war der Rückstand auf fünf Tore angewachsen (19:24). Auch ein frühes Team-Time-out konnte den Spielfluss der Hersfelder, die nun von den starken Reinhardt-Brüdern angeführt wurden, nicht entscheidend brechen. In der 50. Minute war die Vorentscheidung beim Stand von 27:37 bereits gefallen. Trotz des deutlichen Rückstands bewies unsere Mannschaft Charakter. Anstatt sich hängen zu lassen, mobilisierte das Team noch einmal alle Kräfte und versuchte, das Ergebnis bis zum Schlusspfiff freundlicher zu gestalten. Mehr als Ergebniskosmetik war gegen die abgeklärten Gäste jedoch nicht mehr möglich, sodass am Ende eine 37:43-Niederlage zu Buche stand. Am Ende müssen wir die Ursachen für die Niederlage bei uns selbst suchen. In der ersten Halbzeit waren wir absolut auf Augenhöhe. Die Schwächephase direkt nach der Pause und die daraus resultierenden Tempogegenstöße haben uns jedoch das Genick gebrochen. Dennoch nehmen wir die positive Offensivleistung mit in die nächsten Aufgaben.
Ausblick:
Jetzt heißt es erst einmal durchatmen. Nach einer vierwöchigen Spielpause empfängt das Team von Sebastian Peppler am 25.04.2026 (Anpfiff 19:00 Uhr) die Reserve der ESG Gensungen/Felsberg. Die ESG ist aktuell blendend aufgelegt und bringt eine Serie von drei Siegen (u.a. gegen Dittershausen) mit nach Großenlüder. Wir wollen die Punkte zu Hause behalten! Dafür zählt jede Stimme von der Tribüne. Kommt
am 25. April in die Lüdertalsporthalle, unterstützt unsere Jungs lautstark und lasst uns den Heimsieg gemeinsam erzwingen!
Statistik:
HSG: Masche, Herber, Stradtmann – Sippel (1), Weinbörner (3), Bosold (4), Kirsch (4), Wessling (1), Münker, Malolepszy (8/4), L. Dimmerling (5), Blinzler (5), Deppe (4), H. Dimmerling (2), Nechvatal
TV Hersfeld: Kürten, Voß – Kehl, Rübenstahl (2), Bachus (7), Rehberg (4), Becker (8), Wiegel (2), F. Reinhardt (11/5), Berger, Teichmann, Thole, L. Reinhardt (9)
Schiedsrichter: Berndt/Cheng
Zuschauer: k. A.
Zwei-Minuten-Strafen: 3/1
Siebenmeter: 4/5 – 5/5
