Beitrag von Osthessen Zeitung vom 09.02.2026
Osthessen (jah) – Das haben sich die osthessischen Handballerinnen sicherlich anders vorgestellt: In der Regionalliga musste sich der TV Hersfeld mit 21:26 (13:17) der HSG Hungen/Lich geschlagen geben – und auch die Reserve des TVH konnte beim 26:36 (12:24) gegen den Oberliga-Spitzenreiter HSG Wesertal keine Punkte einfahren. Knüppeldick kam es für die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell: Bei der HSG Zwehren/Kassel unterlag die Mannschaft von Liviu Pavel deutlich mit 19:37 (10:15).
TV Hersfeld – HSG Hungen/Lich 21:26 (13:17)
Leistungssteigerung im Vergleich zu den Vorwochen, aber dennoch nichts Zählbares auf der Habenseite: Die Mannschaft von Trainerin Sabine Teichmann zeigte sich gegen die Gäste aus Nordhessen verbessert, musste sich am Ende aber dennoch geschlagen geben. „Wir haben einige leichte Dinger liegen gelassen, beispielsweise drei freie Würfe vom Kreis“, haderte die TVH-Trainerin, sah allerdings auch viel Positives: „Wir wussten, dass das eine schwere Aufgabe wird, das Hinspiel verlief ja ähnlich. Mit der Leistungssteigerung können wir aber zufrieden sein, das war gar kein Vergleich zu den letzten zwei Spielen. Wir haben kämpferisch alles gegeben, über die kompletten 60 Minuten. Zu Beginn konnten die Gastgeberinnen durchaus mithalten, gegen Ende der ersten Halbzeit zog Hungen/Lich dann erstmals auf mehrere Tore weg. „Wir waren da in Unterzahl, und der Gegner hat das gnadenlos ausgenutzt“, erläuterte Teichmann und haderte auch ein Stück weit mit den Unparteiischen: „Die Schiedsrichter hatten gerade in der zweiten Halbzeit nicht immer ein glückliches Händchen, wir haben viele Strafen kassiert, das war schade: Dennoch fällt das Ergebnis am Ende ein bisschen zu deutlich aus, an die gezeigte Leistung können wir aber auf jeden Fall anknüpfen.“
TV Hersfeld: Manteufel, Raguse, Teichmann (8/3), Söllner (2), Berg (2), Busalt, Thiessen, Holzapfel (2), Höhmann, Petermann (1), Hugo, Herrmann, Lucas (4), Braun (2), Eimer.
TV Hersfeld II – HSG Wesertal 26:36 (12:24)
Auch für die Hersfelder Reserve war nichts zu holen – die Trauben gegen den Tabellenführer Wesertal hingen aber schon vor der Partie entsprechend hoch. Während die Mannschaft von Ute Berz zumindest zu Beginn noch einigermaßen dagegenhalten konnte, spielten die Gäste Mitte der ersten Halbzeit ihre ganze Klasse aus und zogen innerhalb von zehn Minuten von 9:5 auf 16:5 davon – nach nicht einmal 20 Minuten war die Messe in der Geistalhalle bereits gelesen. Nach einem zwischenzeitlichen 14-Tore-Rückstand bewies die TVH-Reserve aber immerhin Moral und betrieb in der Schlussviertelstunde noch ein wenig Ergebniskosmetik. Auf Seiten der Gastgeberinnen überzeugte vor allem Madlen Bittorf mit acht Treffern und perfekter Quote von der Siebenmeterlinie.
TV Hersfeld II: Örde, Knaus (1), Hollstein (1), Thole (1), Berk (3), Bittorf (8/4), Göbel, Maaß (1), Baumgardt (2), Niering (2), Heinrich (3/2), Chaitidou, Burau (3), Schade (1),
HSG Zwehren/Kassel – HSG Großenlüder/Hainzell 37:19 (15:10)
Noch deutlicher kamen die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell unter die Räder. Bei der HSG Zwehren/Kassel gab es für das Team von Liviu Pavel gar nichts zu holen – obwohl die HSG den ersten Durchgang sogar noch ausgeglichen gestaltete: Zur Pause betrug der Rückstand gerade einmal fünf Tore, im zweiten Durchgang gelangen den Gästen jedoch gerade einmal neun Treffer. Angeführt von Sophia Frankfurth (8 Tore) zogen die Nordhessinnen merklich das Tempo an und schraubten das Ergebnis sukzessive in die Höhe.
HSG Großenlüder/Hainzell: Frodl, Sippel (1), Klüh (1), Jordan, Klitsch (2), Möller (1), Dietrich (1), Heger (2), Peppler (4), Bickert, Schwarz (5), Schmitt (2/1), Feldmann, Otterbein
