Beitrag von Osthessen Zeitung vom 01.03.2026

Bad Hersfeld (pf) – Das wurde am Ende nochmal richtig eng: Im osthessischen Handball-Derby der Frauen-Oberliga Nord nahm die HSG Großenlüder/Hainzell die Punkte beim 29:28 (17:13)-Auswärtssieg gegen den TV Hersfeld II mit. Die Gäste führten fast durchgehend mit großem Vorsprung, machten sich dann das Leben aber selbst schwer.

Demnach war Großenlüder/Hainzells Trainer Liviu Pavel auch erleichtert und stellte die Wichtigkeit der zwei gewonnenen Punkte in den Fokus. Doch er wusste auch, dass ein komfortabler Vorsprung nicht immer in eine spannenden Schlussphase führen sollte: „Das hatten wir diese Saison schon ein paar Mal, dass wir nicht konstant die 60 Minuten runterspielen. Langweilig wird es da nie“, schmunzelte er: „Aber für mein Herz ist das nicht so gut. Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht“.

Mit 17:11 führte die HSG sogar im Verlauf der ersten Hälfte, ehe Hersfeld II noch bis zur Pause etwas verkürzen konnte. Fünf Treffer Vorsprung waren es aber auch später beim Stand von 23:18 (44.), und auch in der Schlussphase schienen die Gäste alles im Griff zu haben (28:24, 54.). Doch hintenraus holte Hersfeld plötzlich auf und schloss die Lücke bis auf ein Tor.

Das imponierte auch dem TVH-Trainerteam um Ute Berz und Betreuer Uwe Fäcke: „Wir haben erstmal viele Chancen vergeben und eine schlechte Abwehr gespielt. Aber am Ende kriegen wir nochmal diese Chance – der Punkt wäre verdient gewesen. Aber so müssen wir auch damit leben jetzt“. Wieder liefen viele A-Jugend-Spielerinnen bei Hersfeld auf, einige davon waren zuletzt krank und immer noch nicht richtig fit. „Das hat man gemerkt“, so Fäcke, der angab, dass der TVH ein besonderes Auge auf Lisa Peppler geworfen hatte: „Sie ist viel ins Eins-gegen-eins gegangen, da standen wir manchmal schlecht“.

Durch eine Umstellung wurde es in der zweiten Halbzeit aber besser, was wiederum den Gästen hier und da den Spielfluss nahm: „Sie haben Lisa dann in Manndeckung genommen“, berichtete HSG-Trainer Pavel: „Da hatten wir dann weniger Ideen im Spiel“. Dennoch reichte es am Ende, auch aufgrund starker Leistungen von Solveig Elsing mit zehn Treffern, Theresa Heger und Luca Klitsch. Doch der Coach merkte auch an: „Wir müssen noch lernen, so einen Vorsprung zu verteidigen und nicht zu verballern“.

TV Hersfeld II: Örde, Knaus (2), Hollstein (2), Schwarz, Thole (1), Berk (3), Bittorf (11/3), Göbel (1), Maaß (2), Baumgardt (3), Heinrich, Chaitidou, Burau (2/2), Schade (1).

HSG Großenlüder/H.: Frodl, H. Möller, Sippel, Bickert, Jordan, Klitsch (3), Hartmann, L. Möller, Heger (6), Peppler (6/3), Kaub (1/1), Schwarz (2), Schmitt (1), Feldmann, Elsing (10), Otterbein.

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