Beitrag von Osthessen Zeitung vom 26.01.2026
Osthessen (jk) – Keine Punkte gab es an diesem Wochenende für die osthessischen Handballerinnen. In der Frauen-Regionalliga musste sich der TV Hersfeld in Baunatal 17:23 (8:11) geschlagen geben. Eine Spielklasse tiefer in der Oberliga unterlag Großenlüder/Hainzell bei Fritzlar II mit 27:28 (12:10), nachdem gleich zwei notwendige Wechsel die Gäste in der Schlussphase aus der Bahn geworfen hatten. Auch Hersfeld II verlor, beim Spiel in Dittershausen setzten sich die Gastgeberinnen mit 28:22 (13:13) durch.
Regionalliga: Baunatal – Hersfeld 23:17 (11:8)
„Wir sind super ins Spiel gekommen und konnten Baunatal mit einer aggressiven 6-0 Abwehr überraschen“, sagte TVH-Trainerin Sabine Teichmann. Die Hersfelderinnen übernahmen in der ersten Viertelstunde die Führung, bekamen dann aber kaum noch Zugriff aufs Spiel und warfen teils selbst am leeren Tor vorbei. „Wir haben viele Zeitstrafen bekommen. Luisa hat dann in den letzten 15 Minuten noch eine Rote Karte bekommen“, haderte Teichmann mit der ein oder anderen Entscheidung der Schiedsrichter insbesondere in der zweiten Halbzeit. Die Baunataler spielten ihre Tempogegenstöße gut aus und konnten ihren Vorsprung nach der Pause schnell ausbauen. „Wenn vorne der Kopf zu macht wird es verdammt schwer“, so Teichmann, die Baunataler Torfrau tat das Übrige, um ihr Team vorne zu halten. „Sie war wirklich sehr gut und hat echt viel gehalten“, sagte die Hersfelder Trainerin, die zwar eine Verbesserung zur Vorwoche sah, aber noch nicht zufrieden war: „Das war eine Steigerung von mindestens 60 Prozent. Wir müssen aber an der Fehlerquote und Chancenverwertung arbeiten“.
Hersfeld: Raguse (2), Teichmann (7/2), Söllner (3), Berg (1), Busalt, Thiessen, Holzapfel (1), Höhmann, Petermann (1), Hugo, Herrmann, Lucas (1/1), Braun, Dorst, Eimer (1).
Oberliga: Fritzlar II – Großenlüder/Hainzell 28:27 (10:12)
35 Sekunden vor Schluss trafen die Gastgeberinnen zum Sieg in einem über weite Strecken engem Spiel. Zwei Verletzungen hatten die Großenlüdererinnen in den letzten fünf Minuten etwas aus dem Tritt gebracht. Luca Christin Möller und Lisa Peppler kassierten in unterschiedlichen Situationen je einen Schlag und mussten raus. „Die letzten Minuten waren unglücklich. Ein Unentschieden wäre vielleicht gerecht gewesen“, so HSG-Trainer Liviu Pavel. Zu Beginn des Spiels hatte es noch gut für die Gäste ausgesehen. „Wir haben sehr gut angefangen und viele Tore in den ersten Minuten gemacht“, so Pavel. Die Gäste setzten sich auf 10:5 ab, doch Fritzlar kam wieder ran und spätestens in der zweiten Halbzeit wurde es ein enges Spiel, in dem mal die eine und mal die andere Mannschaft ein bis zwei Tore vorlegte. „Sie haben deutlich weniger Fehler gemacht, einen ganz anderen Ball wie vorher gespielt“, sagte Pavel zum Auftritt der Gastgeberinnen im zweiten Durchgang.
Großenlüder/Hainzell: Frodl, H. Möller, Völlinger, Jordan, Klitsch (1), L. Möller, Dietrich, Heger (5), Peppler (8), Kaub (5/3), Schwarz (5), Schmitt (2), Feldmann, Elsing (1), Otterbein.
Oberliga: Dittershausen – Hersfeld II 28:22 (13:13)
Im Duell der Tabellennachbarn konnten die Gastgeberinnen ihren zweiten Saisonsieg einfahren. Sie hatten sich im Laufe der zweiten Halbzeit abgesetzt. Zunächst hatte es gut für die Hersfelderinnen ausgesehen. Sie starteten mit einem 4-0-Lauf ins Spiel. Nach zehn Minuten fanden aber auch die Gastgeberinnen ins Spiel trafen sechsmal in Folge und gingen so erstmals selbst in Führung. Bis zum 14:14 blieb es eng, dann konnte Dittershausen nach und nach davonziehen.
Hersfeld II: Örde; Knaus, Hollstein, Thole, Berk (5), Bittorf (3), Göbel (2), Maaß (3), Baumgardt (4), Niering, Höhmann, Burau (3), Schade (2)
