Beitrag von Osthessen Zeitung vom 19.01.2026
Hersfeld (sim) – Ein bitterer Spieltag für die Handballerinnen des TV Hersfeld: Die erste Mannschaft kassierte in der Regionalliga gegen die HSG Gedern/Nidda eine deutliche 12:33 (5:17)-Niederlage, die Zweitvertretung unterlag in der Oberliga Nord der SG 09 Kirchhof II mit 26:39 (8:18). Die HSG Großenlüder/Hainzell musste sich ebenfalls gegen den SV Reichensachsen mit 29:42 (12:22) geschlagen geben.
Regionalliga: TV Hersfeld – HSG Gedern/Nidda 12:33 (5:17)
Für die TVH-Frauen lief am Samstag praktisch nichts zusammen. Trainerin Sabine Teichmann zeigte sich nach der deutlichen Pleite entsetzt: „Eigentlich kann ich dazu gar nichts sagen, weil das einfach unterirdisch war. Keiner hat auch nur den Hauch seiner Form erreicht, nicht mal 50 Prozent, außer den beiden Torleuten.“ Besonders die hohe Anzahl technischer Fehler in der ersten Halbzeit (30 Stück) machte es unmöglich, ins Spiel zu finden. „Wenn vorne nichts kommt, die Bälle leichtfertig verloren werden und niemand Initiative zeigt oder den richtigen Torwillen hat, kann man keine Spiele gewinnen“, so Teichmann.
Hersfeld: Raguse (1), Teichmann (3), Berg (1), Busalt, Thiessen, Holzapfel (2), Höhmann, Petermann, Hugo, Herrmann, Lucas (4), Braun (1), Dorst, Eimer.
Oberliga Nord: TV Hersfeld II – SG 09 Kirchhof II 26:39 (8:18)
Auch die zweite Mannschaft des TVH hatte gegen die Gäste aus Kirchhof einen schweren Stand. Trainerin Ute Berz sprach von einem kollektiven Blackout in der ersten Halbzeit: „Die Mädels sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. In der ersten Halbzeit ging gar nichts zusammen. Die technischen Fehler haben sich summiert.“ Positiv sei jedoch, dass die Mannschaft im zweiten Durchgang Charakter zeigte und kämpfte. Besonders hervorzuheben war Madlen Bittorf, die neun Tore erzielte und drei von vier Siebenmetern verwandelte. Berz: „Es gibt solche Tage, aber sie dürfen uns nicht mehr passieren. Wir müssen daran arbeiten und uns auf die nächsten Spiele vorbereiten.“
Hersfeld II: Örde, Knaus (2), Hollstein (2), Thole (1), Berk (3), Bittorf (9/3), Göbel, Maaß (2), Baumgardt (1), Chaitidou, Burau (5/3), Schade.
Oberliga Nord: HSG Großenlüder/Hainzell – SV Reichensachsen 29:42 (12:22)
Die HSG Großenlüder/Hainzell musste sich dem starken SV Reichensachsen deutlich geschlagen geben. Trainer Liviu Pavel zeigte sich dennoch mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden: „Wir wussten, dass Reichensachsen sehr schnell und konterstark ist. Die erste Halbzeit war hart, aber wir haben uns nicht aufgegeben und konnten in der zweiten Halbzeit Phasen guten Handballs zeigen.“
Besonders erfreulich war, dass viele Spielerinnen, die bisher wenig Einsatzzeiten hatten, in der zweiten Halbzeit Spielanteile bekamen und sogar Tore erzielten. „Das war ein wichtiger Schritt für die Entwicklung des Teams. Die Mädels haben gezeigt, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, so Pavel. Trotz der Niederlage sieht die HSG noch Chancen, wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln und richtet den Fokus nun auf die kommenden Aufgaben der Rückrunde.
Großenlüder/Hainzell: Frodl, Möller (1), Sippel (2), Klüh, Jordan, Schenk (1), Möller, Dietrich, Heger (3), Peppler (6), Kaub (5/2), Schwarz (3), Schmitt (3/1), Feldmann (1/1), Elsing (4).
