Beitrag von Osthessen Zeitung vom 03.11.2026

Osthessen (sim) – Unterschiedliche Gefühlslagen bei den heimischen Handballerinnen am Sonntag: Während der TV Hersfeld in der Regionalliga Nord gegen Mitaufsteiger HSG Wettenberg einen klaren 23:16 (10:6)-Heimsieg feierte, musste sich die Zweitvertretung der Festspielstädterinnen in der Oberliga Nord der FSG Körle/Guxhagen mit 26:34 (15:17) geschlagen geben. Nichts zu holen gab es außerdem für die HSG Großenlüder/Hainzell, die gegen den TSV Wollrode deutlich mit 24:41 (13:19) verlor.

Regionalliga: TV Hersfeld – HSG Wettenberg 23:16 (10:6)

Der TV Hersfeld bleibt in der Erfolgsspur: Gegen den Mitaufsteiger HSG Wettenberg setzte sich das Team von Trainerin Sabine Teichmann klar mit 23:16 durch. „Dass wir gewinnen, war so gedacht – wir wollten hier unbedingt die Punkte holen“, sagte Teichmann nach dem Spiel zufrieden. Ihre Mannschaft überzeugte vor allem durch eine starke Defensivleistung: „Das Spiel haben wir aus der Abwehr heraus gewonnen. Am Anfang war es ein Spiel auf Augenhöhe, aber die volle Halle mit rund 250 Zuschauern hat uns gepusht.“ Besonders Hannah Berg zeigte eine starke Partie in der Abwehr. „Sie hat in vielen Angriffen der Gegner dagegengehalten, das war über 60 Minuten eine Glanzleistung“, lobte die Trainerin: „Ein hochverdienter Sieg.“

Hersfeld: Manteufel (1), Raguse (3), Teichmann (11/7), Söllner (2), Berg, Busalt, Thiessen, Holzapfel, Höhmann, Petermann (1), Hugo, Herrmann, Lucas (3), Braun (1), Dorst (1), Eimer

Oberliga: TV Hersfeld II – FSG Körle/Guxhagen 26:34 (15:17)

Die Hersfelder Reserve erwischte einen gebrauchten Tag. Trotz ansprechender Leistung im Angriff mangelte es an der Chancenverwertung: „Wir haben 16 klare Dinger liegen lassen – das ist einfach zu viel“, ärgerte sich Trainerin Ute Berz. Ihr Team habe sich viele gute Möglichkeiten erarbeitet, sei aber immer wieder an der gegnerischen Torfrau oder an sich selbst gescheitert. „Vorne haben wir entweder die Torhüterin angeworfen oder den Ball vorbeigesetzt. Der Gegner war da einfach cleverer und hat seine Chancen konsequent genutzt.“ Berz forderte nach der Partie mehr Konsequenz: „Wir müssen uns darauf fokussieren, die Chancen, die wir uns herausspielen, auch zu machen. Bei diesem Spiel haben wir uns selbst geschlagen – das wissen die Mädels auch.“

Hersfeld II: Örder, Knaus (5/1), Killmer, Braun (2), Thole (2), Berk, Bittorf (7/3), Göbel, Maaß (4), Baumgardt (2), Niering, Chaitidou, Burau (3/2), Schade (1)

Oberliga: HSG Großenlüder/Hainzell – TSV Wollrode 24:41 (13:19)

Gegen den Favoriten aus Wollrode musste die HSG Großenlüder/Hainzell eine klare Niederlage hinnehmen. Trainer Liviu Pavel nahm das Ergebnis dennoch sportlich: „Wir haben irgendwann komplett durchgemischt, da hat einfach die Kraft nachgelassen. Wollrode ist eine der Topmannschaften, dafür konnten wir lange mithalten.“ Pavel hob die kämpferische Einstellung seines Teams hervor, auch wenn die Kräfte zum Ende hin schwanden: „Der Gegner war heute einfach konsequenter und körperlich stark – das haben alle gesehen. Das Ergebnis ist heute nebensächlich. Am Ende der Saison zählen nur die Punkte.“

Großenlüder/Hainzell: Frodl, Möller (1), Sippel (2), Klüh, Jordan, Klitsch (5/1), Schenk, Völlinger, Heger (6), Peppler (1), Kaub (1), Schwarz (2), Schmitt (2), Feldmann, Elsing (4), Otterbein

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