Bericht von Osthessen-Zeitung vom 23.04.2023

Wettenberg (pf) – Sportsgeist: Obwohl die Lage im Keller aussichtslos scheint, geben die Handballerinnen der HSG Großenlüder/Hainzell alles und gewannen am Samstag in der Frauen-Oberliga überzeugend mit 29:26 (14:12) bei der HSG Wettenberg.

„Wir können nur unser Soll erfüllen und die Spiele gewinnen, das hat die Mannschaft heute bravourös gemacht“, lobte HSG-Trainer Holger Hölzinger und gab an, „dass ich richtig begeistert vom Team bin“. Die Lüderer Frauen müssten in der Oberliga die verbleibenden drei Spiele gewinnen – der erste Sieg ist damit geschafft – doch gleichzeitig hoffen, dass die Konkurrenz, namentlich Eddersheim II, noch dreimal verliert. Das könnte zwar schon am Sonntag hinfällig sein. Oder kommende Woche. Doch Hölzinger dachte nach dem tollen Sieg seiner Mannschaft gar nicht unbedingt daran: „Wir haben uns nicht unterkriegen lassen und eine Top-Leistung abgeliefert“, stand für ihn der Sieg im Vordergrund: „Gute Deckungsarbeit, guter Angriff, zwei gute Torfrauen. Und das alles mal wieder ohne Harz“, hob Hölzinger hervor, denn Wettenberg nutzt das Hilfsmittel nicht.

Die HSG ließ sich auch von anfänglichen Rückständen nicht beirren, lag 1:3 (4.) und später mit 5:8 (12.) hinten, doch robbte sich wieder ran und konnte zum 9:9 ausgleichen. Von da an waren die Gastgeberinnen spielbestimmend, waren immer einen Schritt vor dem Gegner und nahmen eine knappe Führung mit in die Kabine. Die wackelte dann zu Beginn von Hälfte zwei aber, Wettenberg kam wieder auf und erarbeitete sich knappe Führungen, doch mit dem 24:24 gut neun Minuten vor dem Ende legte die HSG nochmal eine Schippe drauf und war in der Schlussphase treffsicherer. Die Hoffnung lebt noch, doch der Sportsgeist stimmt allemal beim Team.

Großenlüder/Hainzell: Schultheis (3), Hasenauer (5), Lehmann (5/2), Klitsch (1), Bonn, Wertmüller (2), Reith, Hartung, Hölzinger (2/2), Okrusch (2), Greulich, Gering, Elsing (6), Bruhn (3).

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