Bericht von Osthessenzeitung vom 27.11.2022

Großenlüder (pf) – Ein Unentschieden der nicht alltäglichen Art haben die Handballerinnen der HSG Großenlüder/Hainzell am Samstagabend geholt: Der Aufsteiger der Frauen-Oberliga spielte zuhause 21:21 (10:14) gegen die HSG Wettenberg und startete dabei in der Schlussviertelstunde eine imposante Aufholjagd.

Das Bemerkenswerte war nicht unbedingt, dass die HSG als Aufsteiger zum vierten Mal in Folge ungeschlagen blieb und sich weiter in der Oberliga etabliert. Sondern ehr, dass Wettenberg in der letzten Viertelstunde mit 21:16 (47.) in Führung ging – und danach keinen einzigen Treffer mehr zustande brachte, während sich Großenlüder/Hainzell mit fünf Toren in Folge das Remis sicherte. Nach dem 1:1 gab es sogar keinen einzigen ausgeglichenen Zwischenstand mehr, durchgehend lagen die Lüderinnen zurück, bis eben kurz vor Schluss. Und es war noch mehr drin, denn 63 Sekunden vor dem Ende verwarf Laura Hölzinger einen Siebenmeter.

„Es überwiegt aber schon die Freude“, stellte HSG-Trainer Holger Hölzinger klar: Nach 45 Minuten „zähem Handball“, wie er es nannte, hatte sich sein Team gefangen, in der letzten Viertelstunde gut gedeckt und eine gute Torhüterleistung gebracht. „Wir haben uns belohnt, aber am Ende ist das Remis leistungsgerecht“, meinte der Coach.

Großenlüder/Hainzell: Hartung, Schultheis (1), Hasenauer, Lehmann (1), Klitsch (1), Wertmüller, Reith (3), Hölzinger (4/4), Okrusch (3), Schmitt, Greulich, Gering, Elsing (3), Bruhn (5).

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